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50 Kilometer und noch einen bergauf

Die DM der DUV über 50km rings um Schwäbisch Gmünd bildete den Schlusspunkt unter den Meisterschaftsläufen der Ultralaufsaison. Als würde sich der Kreis schließen, ließ sich für diese fünfte Station bilanzieren: die LG Nord war auch 2017 der dominierende Ultralaufverein Deutschlands.

Alle 17 Athleten die das Rennen aufnahmen konnten es auch erfolgreich beenden. Herausragend dabei: Frank Merrbach mit seinem Gesamtrang drei sowie Annette Müller auf dem vierten Platz. Das war im Vorfeld zwar zu hoffen, aber nicht abzusehen. Die Starterliste im Süden der Republik war prall gefüllt, 76 Damen und 294 Herren konnten sich in die Ergebnisliste eintragen lassen.

Der einzige Tagessieg für das Team der Nordler ging an die Frauenmannschaft: mit den Plätzen vier, sieben und acht erarbeiteten sich Annette Müller, Patricia Rolle und Katrin Grigalat einen Vorsprung von mehr als einer Dreiviertelstunde auf die Zweitplatzierten Damen aus Kempten. Somit lässt sich für die Mannschaftswertungen 2017 bilanzieren: wann immer ein Frauenteam der LG Nord an den Start gegangen ist hat es die Teamwertung auch gewonnen! Münster DM 6h, Berlin DM 100km, Gotha DM 24h und jetzt auch in Schwäbisch Gmünd bei der DM über 50km.

Im ungleich stärker besetzten Feld der Männermannschaften gelang unseren drei schnellsten Herren eine kleine Überraschung. In der Besetzung Frank Merrbach, Sascha Pantel und Michael Vanicek konnte der zweite Rang der Teamwertung hinter dem unglaublich ausgeglichenen Team des TV Hinterweidenthal gewonnen werden. Wie eng es in diesem Klassement zuging beweist die Tatsache, dass die Teams auf den Plätzen zwei bis sechs am Ende weniger als 20 Minuten trennten.

Ist normalerweise die DM über 50km eine „Hochgeschwindigkeitsjagd“ so war es in diesem Jahr eher ein Ausscheidungsrennen am Berg. Stolze 1100 Höhenmeter verteilten sich über einige teils giftige Anstiege und sorgten für die einhellige Meinung im Team: schwieriger als der Rennsteiglauf. Somit war im Vorfeld bereits klar, dass es nicht um Bestleistungen gehen würde, von Rekorden ganz zu schweigen. Neben den bereits genannten Sportlern stellten sich auch Grit Seidel, Silke Stutzke, Ullika Schulz und Daniela Dilling im Frauenfeld der Konkurrenz. Bei den Herren erreichten Ralf Giese, Bernd Kalinowski, Jörg Stutzke, Achim Dierkopf, Herbert Ziefle, Frank Nickel und Stefan Bicher das Ziel.

Als Bilanz der Reise in den Süden bleibt festzuhalten: toller Teamauftritt, tolle Leistungen, im dritten Jahr in Folge bestes Ultralaufteam Deutschlands über alle fünf Meisterschaften gerechnet. Dies alles waren berechtigte Gründe, um am Abend die Reise mit einem geselligen Beisammensein ausklingen zu lassen. Hier war auch Gelegenheit den Mitreisenden Helfern zu danken. Fritz Schulz und Annett Blohm waren wertvolle mentale Unterstützung an der Strecke. Über die Ergebnisse von Amrei Münster und Michael Beckmann haben wir uns ebenfalls sehr gefreut, werden sie doch ab der kommenden Saison mit und für uns an den Startlinien dieser Welt stehen.

Autor: Jörg Stutzke

Ralf Giese, Michael Brandt und Heike Bergmann vertreten das Ultrateam erfolgreich beim Spartathlon in Griechenland – 246 km von Athen nach Sparta 29.-30.09.2017

Heikes Erlebnisse beim Spartathlon 2017

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben.  Wie schnell dieser Spruch zur Wirklichkeit werden kann, das lässt sich kaum in Worte fassen. Schon bei der Anreise zur Weltmeisterschaft über 24 Stunden Belfast waren Heikes Koffer verschollen. Das gleiche passierte ihr wieder bei der Anreise nach Athen. Kein Koffer da und auch nach 2 Tagen keine Entwarnung.  Dennoch gleich am Beginn die gute Nachricht, das LG Nord Ultrateam hat seinem Namen alle Ehre gemacht.  3 Starter 3 Finisher, was einer Quote von 100 % entspricht. Das ist bei einem Rennen über 246 km keine Selbstverständlichkeit.  Während Ralf Giese schon nach 30:32 Stunden im Ziel war, machte es Michael Brandt wieder spannend bis zur letzten Minute und schlüpfte unter den Augen der strengen Streckenkontrolleure knapp durch die harten Zeitlimits. Dennoch konnte unser Mister Spartathlon nach 35:44 Stunden sein elftes Finish beim Spartathlon bejubeln, das ganze Team ist stolz auf ihn. Heike, die zunächst bei perfekten Wetterbedingungen ein kontrolliertes und schnelles Rennen lief, kam gut mit bewölkten 20 Grad zurecht. Kaum bot ein Spartathlon so kühles und bewölktes Wetter.  Rückenwind blies die Läufer förmlich den VPs entgegen.  Von dem in der Nacht einsetzenden Regen war im Dörfchen Lyrkia noch nichts zu ahnen. Die Temperaturen blieben auf Grund der dichten Bewölkung unverändert und so zog sie ohne Jacke nur mit der Stirnlampe bewaffnet dem Berg Sangas entgegen.  Ein böser Fehler, wie sie bald feststellen musste.  Es setzte eisiger Regen ein.  Auf Grund der Tatsache, dass Heikes Koffer bis 2 Stunden vor dem Start verschollen waren und sie nur wenig Zeit hatte ihrem Christian noch ein paar Anweisungen zu geben, konnte sie am Fuße des Sangas nur ihre Regenjacke überstreifen. Der VP befand sich voll im Regen und Sturm, sodass es sofort wieder weiterging. Auf dem Berg herrschten winterliche Temperaturen und der eisige Regen stürmte den Läufern entgegen.  Völlig kalt und erschöpft kam sie im Dorf Sangas an. Von da ab begann der wirklich harte Teil des Laufes. Mit Marika Heinlein gesellte sich bald eine nette Laufbegleiterin zu ihr und so beschlossen sie nach weiteren gemeinsamen 50 km den Lauf gemeinsam zu beenden.  Strahlend zogen sie durch die Straßen von Sparta und küssten gemeinsam die Füße des Königs im Ziel. Am Ende rief Heike strahlend: „4:0 für mich“ (es war ihr 4. Start mit dem vierten erfolgreichen Finish) und wie immer folgte Heikes Fazit: „Eigentlich war es überhaupt nicht so schlimm.“ 

Von Silke Stutzke auf der Grundlage von Heike Bergmann

Martinas sehr persönlicher UTMB Bericht

Martina hat sehr persönliche Worte gefunden. Daher lasse ich ihren Artikel mal so unbearbeitet hier stehen.

Der Traum U-T-M-B

Ultra Trail Mont Blanc 171km mit +10.000 Höhenmeter durch drei Länder Frankreich, Italien und der Schweiz mit dem Zeitlimet 46,5 Stunden.

Wie kommt ein Berliner Läufer auf diese Idee...

Warum will man sich diesen Strapazen aussetzen...

Das denken sicherlich viele!

Ganz einfach man schaut mit einem Lauffreund Hupsi eine Reportage über diesem Lauf, sammelt unwissend die ersten Punkte um dann wissend in dieses Abenteuer mit dem allerbesten Laufpartner meinem Mann Gaston zu stürzen. Als ich die Reportage sah, war ich von der Leistung der verrücken Läufer fasziniert. Wusste dort noch nicht, dass ich dies auch einmal versuchen könnte. Mein bis dato längster Lauf war der Rennsteig Supermarathon mit 72,8km :-)

Wir hatten 2015 das erste mal die Punkte gesammelt um uns beim UTMB zu bewerben. Der Lauf ist so überlaufen, dass die Teilnehmer per Losverfahren ermittelt werden. Im dritten Jahr zu folge hat man einen garantierten Startplatz, wenn man die Qualipunkte vorweist. So war dies bei uns gewesen, so das wir 2017 endlich starten dürfen.

Die Saison 2017 lief sehr gut mit diversen Trainingswettkämpfen wie Brocken Challenge, Jurasteig Nonstop Ultratrail, Harzquerung, Rennsteig SM, Zugspitz Ultratrail und der Thüringen Ultra. Nun kam die wichtige Trainingsendzeit. Jedoch waren wir 4 Wochen vor dem Wettkampf körperlich und dann auch mental am Ende, nichts lief mehr, alles lief nur schwer oder gar nicht. Also haben wir eine Woche Laufpause eingelegt. Das half auch nicht richtig. Die 100 Meilen von Berlin in der 2er Staffel war dann die letzte Laufeinheit. Wir hatten dazu auch wieder Lust, jetzt nur nicht wieder kaputt laufen und hoffen das es locker läuft!

Es ging so, aber locker ist anders...egal wir können nun nichts mehr ändern/machen.

Eine Woche vor dem UTMB ging es mit der Fahrt über die Schweiz los nach Frankreich. In der Schweiz haben wir noch zwei Bergwanderungen bei schönstem Wetter unternommen. Das bescherte uns einen tierischen Muskelkater vom Bergablaufen. Das wiederum zeigte uns unser muskuläres Defizit. Lieben wir es bergab zulaufen, so war uns nun klar, dass wir dies nicht ausreichend trainiert haben. Also beim Wettkampf bloß nicht am Anfang überziehen!

Am Montag reisten wir dann nach Chamonix das Wetter war noch toll und wir schnupperten vor Ort unter anderem noch mit der Auffahrt zum Mont Blanc 3842HM Höhenluft. In Chamonix tobte der Bär hier liefen nur noch total durchtrainierte Sportler rum, irgendwie bekamen wir immer mehr Respekt vor unserem Vorhaben. Wir schlenderten noch über die große Läufermesse und Mittwoch holten wir unsere Startunterlagen mit dem großen Check der Pflichtausrüstung. Das war total gut durchorganisiert und wir brauchten gar nicht lange dazu. Innerhalb einer Stunde waren wir durch, mit Armband bestückt und der kontrollierte Laufrucksack war auch gekennzeichnet.

Am Donnerstag stürzte die Temperatur in Chamonix auf 14 °C bei Dauerregen. Es kam die 1. SMS vom Veranstalter, dass morgen entschieden wird ob wir die Originalroute laufen. Wir haben unser Drop Bag gepackt mit alldem was rein passte.

Nun war endlich Freitag der STARTTAG wir schliefen so gut es ging aus, legten alles zurecht checkten erschreckend den Wetterbericht und entschieden mit langen Sachen zu starten. Mittags kam die SMS wir starten wegen dem Wetter 30 min. später und es werden zwei Bergaufstiege wegen zu viel Schnee und Eis in der Höhe gekürzt, ansonsten bleibt es die Originalstrecke. Dadurch verschoben sich die Cut-Off-Zeiten sowie die Kilometer, na toll meine laminierte Liste passte nicht mehr! Egal wird so schon reichen.

Oh man war uns mulmig...das ist nicht unser Wetter! Und schon gar nicht im Berg da hatten wir keine Erfahrung mit.

Um 16:00 Uhr gingen wir los unser Drop Bag abgeben und so waren wir ca. 1,5 Std. vor dem Start in Chamonix am Startbogen. Was dort schon los war, das war unglaublich. Voll mit all den coolen Läufern Gänsehaut pur, die Spannung stieg. Wir trafen auf einmal lauter Deutsche wie Kersten Leich, Iwi Li, Gabi Kenkenberg, Ralf Jürgens und Thomas Eller lief an uns vorbei und von weiten grüßte uns Ulf Kühne und Maty. Ich musste noch mal auf´s Klo, das wieder zurück kommen war fast unmöglich, man war ich zufrieden als ich in der Masse endlich wieder bei Gaston stand-uff.

Und dann war es auch schon so weit, pünktlich um 18:30 Uhr war der Start. Boha das war eine Atmosphäre atemberaubend, diese Musik, das Gejubel das ging unter die Haut. Durch Chamonix ebbte das Gejubel gar nicht ab, uns sah Kerstin Roßberg und Ulf & Maty sahen wir auch noch an der Strecke in Chamonix.

Nun ging es 8km bis Les Houches ohne große Höhenmeter hier hieß es sich einlaufen nicht zu schnell laufen und in der Fülle seinen Rhythmus finden. Das Wetter war besser als erst angesagt; trocken und nicht zu kalt.

In Les Houches gab´s den 1.VP hier haben wir nur ein Schluck getrunken. Nun kam der 1. Berg und hier gab uns unser Freund Martin Woitynek den Tip, wenn wir da oben sind sollen wir nicht darüber nachdenken was noch kommt, besser wie viele Berge mit wie vielen Höhenmeter noch kommen. Weil da ist man erst mal fertig und das ist noch der geringste von allen Bergen mit 1800m Höhe! Der Hinweis war Gold wert...

Martin und seine Familie begrüßten uns dort im Berg und schickten uns mit aufmunternden Worten weiter, das war klasse. Auch hier war noch immer Volksfeststimmung in jedem Ort und selbst im Berg wurden wir angefeuert und beklatscht.

Oben am Berg wurde es dunkel und auch sehr nebelig/feucht wir setzten die Stirnlampen auf. Für mich als Brillenträger war das sehen fast unmöglich, die Feuchtigkeit schlug sich auf die Gläser nieder. Bergab nahmen wir wegen der Sicht etwas Tempo raus. Zum Glück wurde es nach unten besser mit der Feuchtigkeit in der Luft. Am 2. VP Saint Gervais 

  1. Flaschen füllen evtl. Isopulver rein wenn wir warmes Wasser bekommen konnten war das gut.
  2. Müll Weg
  3. Essen nehmen evtl. Hinsetzen und essen
  4. Beim Loslaufen auf den Zettel schauen was kommt und wo wir zeitlich sind. 

Jedes mal als wir am VP losliefen, war uns immer sehr kalt. Es war im VP-Zelt feuchtwarm, wir waren geschwitzt und so war es klar, dass wir beim loslaufen draußen frieren werden. Also nicht lange dort aufhalten und schnell loslaufen, ohne das uns das Essen wieder hoch kommt.

Nun ging es wieder steil bergauf, dies konnten wir so nicht trainieren! Nicht in dieser Länge und auch nicht mit dieser Steigung. Das Wetter blieb schlecht mit Regen und es wurde ganz schön kalt, der Wind machte alles noch kälter. Die Wege wurden bergauf zunehmend unlaufbarer. Runter war es eine Schlammskitour was sehr gefährlich war, zum Glück war unsere Reaktion in der 1. Nacht noch ganz gut. Je höher wir kamen um so heftiger wurde der Wind, aus Regen wurde Schnee und dann wurde es Hagel der uns ins Gesicht peitschte. Das war nun sehr unangenehm und irgendwie ist man der Natur da hilflos ausgesetzt. Es hilft nur in Bewegung bleiben.Je höher wir kamen um so komischer wurde mir. Ich kenne dieses komische Gefühl vom Zugspitzultratrail :-(

Ich dachte; nein nicht jetzt schon diese Übelkeit mit Erbrechen. Ich versuchte mich abzulenken positive Gedanken zu machen, aber nichts half. Bevor ich oben auf über 2400m Höhe war fing ich an zu würgen. Jetzt war ich tierisch erschöpft und mir wurde schlagartig eiskalt. Der Hagelsturm peitschte um uns rum, hier oben ohne Schutz was anzuziehen war unmöglich, viel zu kalt und zu viel Sturm, wir bräuchten irgendwie etwas Schutz. Wir gingen ganz langsam weiter. Gaston ging es zum Glück gut er redete mir gut zu. Oben gab´s ein Sani-Iglu dort drin habe ich mir meine Regenjacke und eine Mütze angezogen. Gaston lief in der Regentüte weiter. Nun runter, raus aus dieser unerträglichen Kälte. Noch mal einen kurzen Zwischenhalt in einer beheizten Berghütte um dicke Handschuhe anzuziehen. Am 6.VP Lac Combal 65km war es schon hell das Wetter wurde besser ja es kam sogar die Sonne raus. Mein Magen war leer die Übelkeit wurde nicht besser und essen ging nur in Miniportionen. Am Berg Arete du Mont-Favre haben wir sogar ein Bild gemacht und dann gings runter zum 7. VP Col Checrouit 74km. Ich war so schlapp das ich mich mit den Gedanken beschäftigte in Courmayeur 78km am Drop Bag aussteigen zu müssen. Mir kamen die Tränen sollte hier der Traum enden...nein ich will das Ding Rocken. Gaston sagte in  Courmayeur soll ich 1 Std. Pause machen und mich ausruhen und richtig was essen. Also noch ein wenig bergab laufen und schwups waren wir am 8.VP Courmayeur 78km. In der Turnhalle war es sehr laut, voll und es roch nicht lecker. Wir haben dort unsere Uhren geladen, sowie die Batterien für die Taschenlampen getauscht. Ich habe dort Nudeln gegessen soviel wie rein gingen, Gaston natürlich auch. Nun haben wir uns noch etwas umgezogen (Oberteil und neue Socken).Wir haben dicken Westen in den Laufrucksack gepackt und Gaston hat noch seine dicken wasserdichten Handschuhe mitgenommen. Wir haben unsere Flüssignahrung Peronin in die Flaschen getan und noch einmal extra Peronin mitgenommen (das war meine Rettung). Nun sind wir Zwei etwas ausgeruht wieder gestartet. Die ganze Aktion hat 1,5 Stunden gedauert ups. Wir liefen bei Sonnenschein los. Das Wetter zog aber leider zu und sah sehr nach Regen aus.Diesmal wollten wir nicht zu lang mit dem Anziehen der Regenjacke warten also noch im Ort Regenjacke an...Das erwies sich als falsch, denn beim Bergauf ohne Regen in 5km gute 800HM zu laufen, da kochten wir ab! Also wieder ausziehen! Oben auf 2000m Höhe angekommen, war es wieder windig also Jacke wieder an...Es ging nicht nur uns so ;-) Da war auch schon der 9.VP Refuge Bertone 83km nur die Flaschen gefüllt und weiter ging es. Mir gings wieder ganz gut wir blieben nun auch eine weile auf 2000m Höhe.

Was sehr erstaunlich war, viele Läufer lagen nun am Streckenrand waren total erschöpft oder schliefen sogar. Wir waren zum Glück gut wach. Leider fing es nun an zu regnen und hörte erst mal wieder nicht auf. Am 10. VP Refuge Bonatti 90km nur kurz was getrunken Flaschen mit Tee und heißem Wasser aufgefüllt und weiter. Der Untergrund war nun wieder sehr schlammig gewesen. Am 11. VP Arnouvaz 95km stärken wir uns auch mit was zu Esse (Nudelsuppe). Wir liefen hier schon in Regenhose weil es zu nass und kalt war, der Wind kühlte uns sehr aus. Jetzt geht es noch mal sehr hoch rauf, auf über 2500m Höhe diesmal im Hellen. Der Anstieg nahm wieder kein Ende wir gingen zügig im gleichem Tempo hoch, Gaston sagte ich soll nicht überziehen wegen meiner Übelkeit, ich wiederum wollte hoch und das zügig damit ich von der Höhe schnell wieder runter bin. Wir nahmen hier bergauf zur Stärkung Gel zu uns. Die Gel´s halfen uns auch sehr, innerhalb von 10 Minuten war man wieder bei kräften. Mir wurde weiter oben wieder schlecht ich kam aber ohne würgen den Berg rauf. Was für ein Mist aber egal das ist der letzte Berg auf dieser Höhe...Der Regen wurde oben zu Schnee und gefror aufgrund des starken Windes am Gras waagerecht, was für ein Naturschauspiel. Es sah irgendwie aus wie in einem Film/Reklame. Der schlammige Boden gefror leider nicht ;-) Meine Finger waren arschkalt trotz Handschuh und Überregenhandschuh da sie feucht/klam waren. Mir kam der Gedanke ob unsere Kleidung für dieses Wetter in der 2. Nacht ausreichend sei!

Nun ging´s auch schon wieder Bergab und der Regen hörte irgendwie auch wieder auf. Bergab war bei dem Schlamm nicht wirklich gut, es war rotzgefährlich. Wir hofften noch im Hellen unten anzukommen. Das haben wir nicht ganz geschafft...Am 12. VP La Fouly 109km stärkten wir uns mit was zu Essen und dann gings im Dunklen weitere 8,5 km bergab. Im dunklen hieß es, Tempo raus und versuchen sicher zu laufen. Kaum unten angekommen gings 6km wieder bergauf. Ich kam mit den Peronin und meinem Fencheltee ganz gut zurecht und Gaston ging es auch noch entsprechend gut. Ihn machte nur die Kälte etwas zu schaffen. Wenn wir zu leer/kraftlos waren nahmen wir weiterhin ab und zu mal ein Gel. Ich wusste die Berge die jetzt noch kommen sind  nun um die 2000m Höhe. Mit dieser Höhe kam ich gut zurecht, das beruhigte mich sehr. Wir müssen nur noch durch die 2. Nacht kommen. Da war auch schon der 13. VP Champex-Lac 123km kurze Pause, die Flaschen voll machen und weiter geht’s.  Die Strecke war noch immer recht voll was zum Teil sehr nervig war, da wir nicht überholen konnten, es wurde auch trotz fragen kein Platz gemacht. Die Gefahr besteht, wenn man mit einem zu langsamen Schritt hinterher läuft, dass man müde wird! Unser herausgelaufenes Zeitguthaben ließ uns etwas Ruhe zu. Unser Laufapparat war auch noch ok nur die Oberschenkelmuskulatur war vom Bergabrennen etwas ermüdet. Jetzt kam bis Trient ein etwas längerer Abschnitt von 17km, das war der erste von den letzten drei Bergen. Ich dachte 1-2-3 Meins :-) Wir schaffen das! Die 2. Nacht war sehr lang sie verging nicht und die km auch nicht. Der Untergrund war die Matschkathastrophe, egal immer weiter das ist reine Kopfsache. Ohne Stöcker wäre das für mich unvorstellbar gewesen. Den VP Trient konnte man in der Nacht schon lange hören nur näher kamen wir nicht. Na endlich der 14. VP Trient 140km. Kurze Pause was Essen, die immer zu salzige Nudelsuppe und das letzte Peronin anmischen. Einen kurzen Zeitcheck und ich war zufrieden den Zeitvorsprung ausgebaut zu haben. Weiter ging es. In den Ortschaften war der Asphaltanteil auf einmal sehr hoch, alle wanderten nur noch durch die Nacht, wir auch. Es lagen immer mehr an der Läuferstecke mitten in der Nacht, bei dieser Kälte und schliefen ohne weitere wärmende Sachen. Was für eine gruselige Vorstellung zum Glück waren wir nicht in so einem Zustand. Ich habe keine Ahnung ob ich nach so einer Schlafpause noch weiter laufen würde! Ich bekam schlagartig am linken Fuß am Spann einen schmerzenden Stich. Ich wusste das kann nur der zu eng geschnürte Schuh sein.Ich mußte den Schuh nach dem ersten Downhill  enger schnüren, da ich sonst mit dem Zeh ständig vorne am Schuh gestoßen wäre. Schon beim zuschnüren dachte ich hoffentlich geht das gut, von wegen Shinsplints. Schnürsenkel sofort ein Loch tiefer geschnürt. Es war besser aber das Problem trug ich bis ins Ziel ;-)

Beim Aufstieg des vorletzten Berges dachte ich wenn wir gut sind, sind wir zum Sonnenaufgang oben. Ich sagte zu Gaston das würde toll aussehen...

Hinter uns lief ein Deutscher auf...wir kamen ins plaudern und der Berg lief sich so weg- schwups waren wir oben. Nichts mit Sonnenaufgang wir waren zu schnell ha ha ha wir waren einmal zu schnell :-))) Nun ging´s abwärts zum 15. VP  Vallorcine 150km das ging ganz locker im Schlittschuhmodus wat für nee Pampe. Gaston bekam auch einen Druckschmerz und löste sofort den Schnürsenkel.Es war schon schön hell und der Regen war auch schon lange nicht mehr bei uns. Ganz kurzer Stop am 15. VP Vallorcine 150km und weiter ging es die letzten 19km. Aber 19km im Berg, nach 37 Stunden laufen, können verdammt lang sein! Es ging den letzten Berg rauf, irgendwie gar nicht so lang wie ich dachte. Dann ging es ein Stück runter und sogar senkrecht mit etwas klettern. Wir dachten das ist schon das Runter der letzten 8 km! Aber von den Kilometern und auch Höhenmeter passte es nicht... Und so musste es auch kommen wir liefen einen Höhenweg gefühlte 10km um den Berg rum. Irgendwie waren alle sichtlich irritiert und auch genervt. Gaston sagte wir laufen in die falsche Richtung ich hatte gar keine Peilung, wo was ist. Es war alles mit Wolken verhangen ich hätte so gerne den Mont Blanc gesehen. Das hier war einer der Abschnitte, wo etwas Höhenmeter vom Berg gekürzt wurden. Ich sah zum Glück  aber auch wieder mal eine Markierung, diese waren dort in diesem Abschnitt auch sehr sperrlich vorhanden. Die Markierung zuvor war auf der ganze Strecke Top. Nach meiner Uhr mussten wir noch gut 9km laufen. Die km vergingen gar nicht, alle wanderten nur obwohl gerade dieser Abschnitt gut zu laufen wäre. An ein Überholen war nicht zu denken, der Weg war zu schmal sowie zu gefährlich also hinterherlaufen. Mir wurde jetzt wieder zu warm somit zog ich die Regensachen aus. Es ging nochmal hoch...wir waren irritiert, sollte es doch nur noch 8km runter gehen. Nun kamen wir auf einem breiten Schotterweg, hier konnten wir weit sehen, dass was wir da sahen war nicht schön; es ging noch weiter rauf :-( Mensch wir wollen endlich runter... Hier wurde es auch noch mal windig/kalt meine Gedanken: nein ich ziehe nichts mehr über, ich war genervt vom Ausziehen/Anziehen. Was wir bei diesem Lauf auf jedenfall waren; Weltmeister in An-/ Ausziehen und Reißverschlüsse öffnen sowie schließen :-)))

Ja endlich...was freuten wir uns den letzten 16. VP La Flegere 160km zu sehen. Hier noch schnell ein Foto gemacht, durch den VP durchgelaufen, nur noch abwärts. Nur noch!!! Was war das erste Stück steil senkrecht nach unten, Gaston meckerte wegen seiner Blasen an den kleinen Zehen und mir schmerzte stechend die Stelle am Spann so als ob da eine Hornisse rein sticht „Aua“ aber ich wollte das nicht sehen nur weiter gehen...das kann ich mir im Ziel anschauen wird evtl. nur schlimmer wenn ich es sehe. Zum Glück waren die Muskeln auf Grund des langsamen Tempos nicht zu sauer so ging zum Teil auch noch das Traben bergab. Nun wurde es schön warm, Gaston zog auch seine Regensachen aus und wir trabten weiter runter. Auf 8km 900HM abwärts, erst auf einer breiten Schotterstraße (blöd für den Kopf) und dann gings wieder in einem schmalen Trail mit Wurzeln und Steinen nach unten. Was verrückt war, alle Leute die uns Läufer sahen begrüßten und bejubelten uns, das nahm gar kein Ende je dichter wir ans Ziel kamen um so mehr wurde es... Es ging irgendwie nicht runter wir liefen und liefen aber der Ort kam nicht näher. Die Sonne kam immer mehr raus wie schön obwohl es irgendwie zu warm war genossen wir Sie trotzdem. Da war endlich Chamonix wir liefen in die Stadt. Gaston nahm sein Handy raus um den ganzen Lauf durch die Stadt zu filmen. Da war auf einmal Ricarda Bethke und begrüßte uns herzlich, das war eine Freude. Gleich um die Ecke stand Jens Vieler mit Christoph Geiger the Legend 75 Jahr jung der auch beim UTMB startete (leider in Courmayeur 78km wegen Cut off raus musste). Es ging im Zickzack durch die Stadt, das Gejubel wurde immer mehr und lauter. Jeder Finisher wurde gefeiert wie ein Held das war Gänsehaut pur unbeschreiblich diese Stimmung. Kerstin Roßberg begrüßte uns auch herzlich laut vom Straßenrand. Ich wusste gar nicht wie man sich bei allen für dieses Spektakel bedanken kann/soll. Es bleibt für uns Zwei ein unvergesslicher Zieleinlauf. Nach 41 Stunden und 29 Minuten hatten wir die 167,50km und + 9457HM geschafft was für ein Ritt durch die Natur und den Wetterbedingungen die wir uns so nicht vorstellen konnten. Es sind 2537 gestartet und nur 1688 haben gefinisht, wovon wir Platz 925 und 927 belegten, was aber total unwichtig ist. Die Hauptsache war, dass wir gesund und gemeinsam ins Ziel kamen :-) Geschafft!

Auf dem Zielplatz war alles bestens organisiert, wir bekamen unsere Finisherwesten machten an der Poserwand Foto´s um dann in der Sonne am Verpflegungsstand zu Essen und Bierchen zu trinken, sowie mit Rici, Jens und vielen Unbekannten zu Quasseln. Hier konnte wir weiter die Zieleinläufe der anderen miterleben, das war einfach fantastisch. Kerstin Roßberg war unser Drop Bag-Engel, Sie holte uns diese ab und so konnten wir uns was frisches anziehen. Anschließend wartete Sie wieder im Zielkanal auf ihren Mann Volker der auch glücklicher Finisher nach 43 Stunden 30 Minuten war. Das treiben auf den Platz war herrlich aber nun mussten wir ja mal zum Campingplatz um zu duschen und uns umzuziehen. Der Campingplatz war zum Glück nur 1,2 km weit entfernt wo uns auch noch der Chamonixbus dicht ran fuhr...Laufen wollten wir mit Gepäck nicht mehr :-) :-) :-)

Irgendwie waren wir echt noch gut wach und so wollten wir auf keinen Fall die Läuferparty verpassen, die ab 19:00 Uhr begann. So zogen wir uns nach dem Duschen etwas wärmeres an und liefen wieder zum Zielplatz. Das war ein Abschluss der so was von genial war. Da stand auf einmal die Trailgäng zusammen, all unsere Laufverrückten und feierten schon ausführlich. Mit dabei Ricarda Bethke, Jens Vieler, Iwi Li, Falk Schalk, Gabi Kenkenberg, Volker & Kerstin Roßberg, Christoph Geiger the Legend und noch viel unbekannte. Es wurde gequasselt, getrunken, gegessen, getanzt und gelacht was für ein Abschluss...Am Montag um 0:30 Uhr sind wir dann total KO eingeschlafen.

Wir danken allen die dabei waren, an uns geglaubt haben, uns ermutigt haben, uns die Zeit dazu gegeben haben und die, die auf uns verzichtet haben um dies zu erleben.

Ich möchte mich am allermeisten bei meinem Gaston bedanken, der den ganzen Wahnsinn mit mir genießt, miterlebt und erträgt schön das wir uns gefunden haben. Ich liebe Dich.

 

Deine Martina

 

Ob wir es nochmal wagen?!...vielleicht bei besserem Wetter ;-)

Deutsche Meisterschaften im 24 Stundenlauf 2017 in Gotha

Das Wochenende bot für das Ultrateam mal wieder Highlights auf verschiedenen Strecken. Martina und Gaston Prüfer konnten ihren Jahreshöhepunkt beim UTMB erfolgreich finishen, Martin Woitynek den etwas kürzeren Ultratrail bei der gleichen Veranstaltung. Niels Bubel wurde Dritter bei der Berliner Meisterschaft im Halbmarathon in 1:09h, Annette Müller wurde an gleicher Stelle 10. in 1:33h.

Hierzu folgen hoffentlich auch Fotos zu einem späteren Zeitpunkt.

Zur DM in Gotha:

Es gibt vorab erstmal die Bilder und einen kurzen Ergebnisdienst.

Die Damen Bergmann, Seidel und Stutzke werden Deutscher Mannschaftsmeister mit 503 km zusammen.

Die Herren Thoms, Becker und Giese holen Bronze in der Mannschaftswertung Herren.

Die Herren Thoms, Giese und Brandt holen Silber in der Seniorenwertung der Herren.

Stu Thoms gewinnt Bronze in der Gesamtwertung der Herren und Gold in der M50, 230,7 km.

Benjamin Brade Bronze in der M35, 159,7 km.

Mark Becker Bronze in der M40, 177,4 km.

Michael Brandt Platz 7 in der M60, 150,3 km

Ralf Giese Platz 8 in der M50, 172,1 km.

Heike Bergmann Silber in der W55, 181,5 km.

Grit Seidel Platz 4 in der W45, 168,2 km

Silke Stutzke Platz 5 in der W45, 153,7 km.

Daniela Dilling Platz 4 in der W55, 140,6 km.

Michael Beckmann (hier nochmal für LSG Weiher startend) Platz 12 in der M45, 132,7 km.

Als hervorragende Betreuer an der Strecke: Frank Nickel, Christian Poppitz und Jörg Stutzke.

Bericht folgt im TF Magazin

Silke Stutzke

Emotionen bei den 100 Meilen von Berlin

Das war ein Ultrateamwochenende, was dem Teamgeist wieder mal voll gerecht wurde. Das Wochenende 12./13.08.2017 stand ganz im Zeichen der 100 Meilen von Berlin.

Und die Mitglieder des Ultrateams nutzten die Veranstaltung ganz verschieden. Benjamin Brade hatte lange trainiert für diese 100 Meilen, er war sehr gut vorbereitet. Ultrateam-Chef Jörg Stutzke hatte ihm versprochen, ihn hier als Betreuer auf dem Rad zu begleiten und sich gleichermaßen gut vorbereitet. Er war die Strecke mehrfach abgefahren, um streckensicher zu werden und somit seinem Schützling gut zur Seite stehen zu können.

Was sich nicht vorbereiten ließ war das Wetter. Schon in den Tagen vor dem Lauf war die Luftfeuchtigkeit dermaßen hoch, dass der Kreislauf von vielen Menschen völlig durcheinander kam. Am Wettkampftag dann ein ähnliches Bild. Regen und feuchte Luft. Trotzdem sah es bis etwa Kilometer 70 sehr gut für Benjy aus und er lag voll auf Kurs. Dann aber begannen Probleme. Der Kreislauf, Übelkeit, es wurde schwer. Er hatte zu kämpfen. Dass er dennoch am Ende Platz 10 in 15:47h erreichte ist ein starkes Ergebnis.

Patricia Rolle hatte sich ebenfalls gut vorbereitet und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Sie kämpfte sich damit noch bis Kilometer 90 durch, begleitet auf dem Rad von Bernd Kalinowski. Dann aber war ihr Körper so geschwächt, dass es klüger war das Rennen hier zu beenden.

Auch Stefan Bicher musste in diesem Jahr einsehen, dass jede Serie einmal reißt und war vernünftig. Mehr als die Hälfte der Gesamtstrecke war geschafft aber als die Nacht hereinbrach war es klug, die Reißleine zu ziehen und auszusteigen.

Gut unterwegs war Michael Beckmann. Er wurde ebenfalls auf dem Rad begleitet und zwar von Frank Nickel. Beide erwiesen sich als Dreamteam. Michael konnte nach 21:52 h ins Ziel im Jahn-Sportpark in Berlin einlaufen, wo er morgens um 6 Uhr gestartet war. Ein tolles Ergebnis.

Als Dreamteam erwies sich auch das Ehepaar Prüfer. Sie hatten sich in diesem Jahr für eine 2er Staffel entschieden, wobei Staffel hier bedeutet, 71 km etwa für Martina und 90 km etwa für Gaston. Am Ende belegten sie Platz 2 aller Zweierstaffeln in 16:11h.

Ganz kurzfristig war Silke Stutzke in eine Staffel gerutscht. 3 junge Herren waren kurzfristig nach einem Ausfall in ihrem Team auf der Suche nach einem Ultraläufer. Auch eine Läuferin kam infrage und so entschied sich Silke so kurz nach dem Baltic Run hier einzuspringen und übernahm die letzten 59 km einer 4er-Staffel. Ihr Team "Born to Run" bewältigte die Strecke in 16:44h.

Niels Bubel und seine Freundin schauten auf dem Rad vorbei, Annette Müller und Annett Blohm ebenso und Maria Blauth war für ihren Freund auf dem Rad im Einsatz, Ecky Broy arbeitete zeitweise als Sprecher im Ziel, Katrin Grigalat schaute bei VP 17 vorbei, Familie Schulz wohnt in Spandau ja quasi an der Strecke und schaute ebenfalls vorbei. Und wer nicht live dabei sein konnte, der verfolgte den Live-Ticker. So ist das bei einem Team eben. Irgendwie wie in einer großen Familie. Schön wars.

Autorin: Silke Stutzke

 

Der 9. Baltic Run (7. Etappenlauf)

Was 2008 als Neuland für das Ultrateam und die LG Nord seinen Anfang nahm hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil im deutschen Ultralauf-Kalender entwickelt, zu einem Muss für viele Freunde des langen Laufens – der Baltic Run wurde 2017 zum insgesamt neunten Mal ausgetragen, davon zum siebten Mal als Etappenlauf. Für viele Läufer lässt der Reiz des Berlin-Usedom-Radweges eben auch beim mehrfachen Besuch nicht nach, weshalb sich auch dieses Jahr am 23. Juli wieder 68 Läuferinnen und Läufer vor dem alten Museum am Lustgarten zum Start der ersten Etappe trafen.

 

1.     1. Etappe: Berlin – Joachimsthal 63km

Immer wieder ist es beeindruckend, in der Mitte des alten und neuen Berlins zu starten und dann durch einen kleinen Querschnitt Berlins über Buch Richtung Bernau, dann durch Biesenthal und weiter zum Werbellinsee zu laufen. Gänzlich neue Eindrücke ermöglichte dagegen das selten schlechte Wetter: Wege standen bei Starkregen vollständig unter Wasser oder waren ersatzweise durch umgefallene Bäume blockiert. Nicht angenehm zu laufen, dennoch war Enrico Wiessner vom Ultrateam bereits nach 5:11h im Ziel im Hotel Hubertusstock. Der letzte Läufer brauchte fast doppelt so lange, war aber immer noch im Zeitlimit.

2.     2. Etappe: Joachimsthal – Prenzlau 67km

Die zweite Etappe führt in die schöne Uckermark durch viel Wald und bot so etwas Schatten beim ausnahmsweise trockenen Wetter. An den auch dieses Mal 8 Versorgungspunkten blieben zwar keine Wünsche offen – so gab es oft auch kalte und warme Getränke – trotzdem nutzten etliche Läuferr die zahlreichen gastronomischen Angebote der Strecke, immerhin ist die Versorgung in Warnitz direkt neben einer Brauerei aufgebaut…

Leider musste der Sieger des ersten Tages verletzungsbedingt aussteigen, auch in anderen Teilen des Feldes gab es bereits erste Probleme.

3.     3. Etappe: Prenzlau – Eggesin 66 km

Normalerweise besticht diese Etappe durch weite Blicke wie südlich von Pasewalk, lange Geraden wie von Pasewalk nach Torgelow und bereits fast salzige Luft am Ziel in Eggesin. Dieses Jahr jedoch war es anders, und das lag am Wetter: es schüttete den ganzen Tag ohne Pause, schon nach wenigen Metern war man tropfnass und es eigentlich egal, ob man nun durch oder um die riesigen Pfützen laufen würde. Trotz der Bewegung bekamen einige Läufer/innen damit Probleme und mussten das Rennen beenden – aber auch für die Helfer war es ein extrem unangenehmes Stück Arbeit, u.a. durfte ja die Zeitnahme-Technik keinen Schaden nehmen.

4.    4. Etappe: Eggesin – Usedom (Stadt) 70 km

Der vierte Tag begann wie der erste: mit starkem Regen, diesmal aber auch mit starken Böen gewürzt. Die vorgesehene Strecke war zwar wieder mit viel Wasser von unten gesegnet, jedoch belaufbar, und so ging es durch Ueckermünde durch das Rosenhager Beek, durch Anklam und dann über die Zecheriner Brücke nach Usedom. Auch wenn noch ein Lauftag folgt, so ist das Erreichen der Insel selbst schon ein bewegender Moment.

5.     5. Etappe: Eggesin – Karlshagen 59km

Was sich wie austraben liest ist nochmal ein hartes Stück Arbeit: zum einen sind die Beine nach fünf Tagen nicht mehr taufrisch, zum anderen warten schon auf dem Weg zur Nordküste Usedoms (die nach ca. 23km erreicht wird) etliche Höhenmeter, dann wartet auf der Strandpromenade Slalomlaufen durch die Touristenmassen, danach wieder giftige Anstiege, 68 Treppenstufen, der längste Campingplatz Europas usw… auch deswegen haben die Veranstalter ein großes Herz und heben nach 31km in Bansin das Zeitlimit auf, sodass alle Starter der letzten Etappe auch das Ziel in Karlshagen erreichten, auch wenn es für den letzten Finisher mit über 11,5 Stunden ein sehr langer Tag war.

Gesamtsieger war nach 325km Olaf Graf von der TSG Rot-Weiß Fredersdorf in 29:05:46, bei den Damen gewann in neuer Gesamtrekordzeit Britta Giessen vom Laufwerk Hamburg in 30:19:34. Vom Ultrateam erreichten Annette Müller, Grit Seidel, Silke Stutzke, Stu Thoms, Ralf Giese, Bernd Kalinowski und Stefan Bicher das Ziel aller Etappen, wobei Silke Stutzke das als einziger Teilnehmer bei allen Etappen- und Nonstopläufen geschafft hat.

 

Autor: Bernd Kalinowski

10. Finowkanallauf am 09.07.17

Das war er nun, der vorerst letzte Finowkanallauf. Denn Familie Stutzke braucht mal eine Pause vom vielen Organisieren. Jetzt folgt noch der Baltic Etappenlauf Ende Juli und dann war es das tatsächlich erstmal.

Doch zunächst zum Ultra des letzten Wochenendes. Der Finowkanallauf war stets sehr beliebt, die raren Startplätze schnell weg. Denn das begrenzte Startareal lässt eigentlich nicht mehr als 25 Plätze zu und die Veranstalter waren schon immer recht großzügig und nahmen doch noch den einen oder anderen in die Startliste auf.

So standen am letzten Sonntag 30 Läuferinnen und Läufer am Start, um entweder die gesamten 64,7 km oder einen Teil davon laufend zu absolvieren. Das Wetter verhieß einen schönen Lauf, die Versorger im Abstand von etwa 6-8 km entlang der Strecke waren gut vorbereitet mit Getränken und kleinen Leckerbissen für die Läuferinnen und Läufer. Und auch der Schleusengraf in Marienwerder, der stets ein Herz für die Sportler hat, die an seiner Einkehr vorbeikommen, war mit kalten Getränken vorbereitet. Jörg Stutzke war schon mit dem Rad unterwegs, um für die Läufer die Strecke zu markieren.

23 Sportler insgesamt schafften die ganzen 64,7 km von Eichhorst bis Niederfinow und wieder zurück. Gewonnen hat bei den Herren Sascha Pantel vom LG Nord Ultrateam mit tollen 5:22h. Bei den Damen war Sonia Isabel Goebel vom Team Erdinger Alkoholfrei die Schnellste, sie brauchte 6:45h.  Stolz ist das Ultrateam darauf, dass bei den Herren das gesamte Podium durch das Ultrateam besetzt ist. Thomas Hensel wurde zweiter, Ralf Giese 3. Die Läufer  ließen es sich danach bei Leckereien vom Grill, Musik und einer würdevollen Siegerehrung gut gehen. Dass es der vorerst letzte Finowkanallauf sei, stimmte den einen oder anderen etwas traurig aber wer weiß, was den Organisatoren für die Zukunft doch noch einfällt.

Autorin Silke Stutzke

Alle Ergebnisse hier: http://finowkanallauf.over-blog.de/

Weltmeisterschaft im 24 Stunden Lauf in Belfast 01./02.07.2017

Das Ultrateam war besonders stolz, dass 2 seiner Athleten bei der WM im nordirischen Belfast dabei sein durfte. Für Heike Bergmann lief es dabei besonders gut. Sie erhielt den Lohn für unzählige Trainingskilometer, die sie im Winter bei teilweise wirklich schwierigen Witterungsbedingungen kompromisslos abgespult hatte. Ihr Ergebnis von 211,349 km bedeuten zugleich neuen Deutschen Rekord in der W55, der Heike seit diesem Jahr angehört. Das ist das drittbeste Ergebnis ihrer gesamten Karriere. Das Deutsche Damen Team holte sich die Bronzemedaille und Heike darf sich außerdem über die Silbermedaille im Einzel in der WMA (Master) Wertung freuen.

Für Stefan Stu Thoms lief es nicht ganz so, wie er es sich gewünscht hatte. Auch er hatte im Training bis zu 240 Wochenkilometer abgespult und war sehr gut vorbereitet. Im Rennen hatte er aber mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und konnte sein Potential nicht voll ausschöpfen. Über die erzielten 234,584 km muss er sich aber auch nicht zu sehr grämen, gemeinsam mit seinem Team gereichte es zu Rang 6 in der Teamwertung der ganzen Welt.

In Belfast dabei waren auch der Trainer der beiden, Jörg Stutzke. Außerdem Annett Blohm als Physiotherapeutin und Herbert Ziefle als Athletenbetreuer. Jetzt im Moment wird vor Ort die Siegerehrung und eine Feier stattfinden. Sofern die Athleten und Betreuer nicht zu müde dafür sind. Wir hier zu Hause sind sehr stolz auf die beiden Sportler und sagen "Herzlichen Glückwunsch".

Alle Ergebnisse hier.

Autorin: Silke Stutzke

Martina Prüfer gewinnt die 100 km beim Thüringen Ultra am 01.07.2017

Nur knapp 2 Wochen nach ihrem tollen 6. Platz beim Zugspitz-Ultra über 102 km mit etlichen Höhenmetern nahm Martina Prüfer erneut eine schwere und lange Strecke unter die Füße. Diesmal mit einem noch größeren Erfolg. Der Thüringen Ultra ist nicht nur wegen seiner Länge von 100 km so sehr anspruchsvoll sondern auch wegen seiner mehr als 2000 Höhenmeter. Martina gewinnt die 100 km in starken 11 Stunden. Stets an ihrer Seite ihr Ehemann Gaston. Auf diese Weise konnte er diesen großen Erfolg hautnah miterleben.

Auch Martin Woitynek konnte und wollte schon wieder 100 km laufen, sein Programm vor 2 Wochen war das gleiche. Direkt jetzt, wo ich diesen Bericht schreibe erhalte ich die Nachricht, dass auch er es beim Thüringen Ultra wieder erfolgreich ins Ziel geschafft hat. Wir sind stolz auf euch. Herzlichen Glückwunsch.

Autorin: Silke Stutzke

Deutsche Meisterschaften im 100 km Straßenlauf am 24.06.2017 in Berlin

Die 100 km DM im Plänterwald war nach der 6 h DM in Münster und der DM im Ultratrail an der Zugspitze der 3. Höhepunkt des Jahres.

Bei scheinbar gutem Wetter mit 17 Grad Celsius am Start war es von außen als Helfer betrachtet eher kühl. Allerdings wurde es im Laufe des Rennens mit 22 – 24 Grad Celsius und  90 – 95 % Luftfeuchtigkeit zum leistungsbegrenzenden Faktor. Leider hatten das wenige Athleten einkalkuliert und liefen zu schnell an.

Bei den Frauen litt Rebecca Walter, da mit Asthmaproblemen belastet, enorm. Dennoch wurde sie mit einem starken Kampfeswillen Vizemeisterin bei den Frauen sowie Deutsche Meisterin in der Frauenmannschaft.  Hier hat die Novizin der Mannschaft, Annette Müller, bei ihrem ersten Rennen über 100 km ein furioses Rennen abgeliefert. Patricia Rolle begann stark, war als Mitfavoritin bis km 25 auf Platz 3, musste dann dem hohem Anfangstempo Tribut zollen, rettet aber mit einer starken kämpferischen Leistung der Mannschaft den Meistertitel.

Bei den Männern überragte Benjamin Brade, der sich nach einer konstanten Leistung den 3. Gesamtplatz sichern konnte. Leider konnten die höher eingeschätzten Läufer, wie Frank Merrbach (Rennsteiglaufsieger), wegen Archillessehenverletzung das Rennen nicht beenden. Er musste leider bei km 60, auf dem 3. Platz liegend, verletzungsbedingt aussteigen. Niels Bubel war bis 75 km grandios unterwegs. Auch er musste dann wegen energetischer Probleme das Rennen beenden. Enrico Wiessner musste verletzungsbedingt  nach km 60 aufgeben.

Da ein Wettkampf aber im Ziel endet, blieb die erhoffte Goldmedaille für die Mannschaft ein schöner Traum und die Chance für die zweite Reihe kam. Christian Karbe und Hans-Joachim Dierkopf wuchsen über sich hinaus und retten der Mannschaft die Silbermedaille.

Bernd Kalinowski schaffte das Kunststück, eine Woche nach der ZUT-Trailmeisterschaft die 100 km zu finishen.

Bezeichnend für dieses Rennen war die Aussage der Deutschen Meisterin Nele Alder- Baerens:

„Die Luft war heute wie Sirup!“

Die Ergebnisse im Überblick:

Frauen               
Rebecca Walter: 2. Gesamt / 2. AK / 8:46:49h

Annette Müller: 4. Gesamt / 1. AK / 9:33:31h

Patricia Rolle: 5. Gesamt / 1. AK / 10:25:13h

Männer             
Benjamin Brade: 3. Gesamt / 1. AK / 7:31:20h

Christian Karbe: 12. Gesamt / 3. AK / 8:38:56h

Achim Dierkopf: 34. Gesamt / 2. AK / 11:10:59h

Bernd Kalinowski: 46. Gesamt / 5. AK / 11:48:01h

Autor: Fritz Schulz

Deutsche Meisterschaften im Ultratrail 17.06.2017

Am 17. Juni fanden in Grainau an der Zugspitze die zweiten deutschen Ultralaufmeisterschaften dieses Jahr statt, nach den 6h in Münster dieses Mal im Ultratrail. Der Ultratrail gehört zwar weniger zum "Kerngeschäft" des Ultrateams, dennoch gab es aus dem letzten Jahr einige Meriten zu verteidigen. Und das obwohl die diesjährige Strecke ungewohnt anspruchsvoll war: nicht weniger als 82km mit 4.200 Höhenmetern gab es zu bewältigen, etliche davon auf alpinen Wegen mit entsprechend schwierigen Verhältnissen. Dieser Aufgabe stellten sich - auch angesichts der DM über 100km in einer Woche - 5 Läufer. Ein Meisterstück lieferte dabei Alex Dautel ab, der seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr mit einer Zeit von 9:16h verteidigte, und das mit einem brillianten Schlußspurt (u.a. mit 880 HM Abstieg auf weniger als 4km)! Enrico Wiessner mit 13:20h und Ralf Giese mit 13:25h komplettierten die Mannschaftswertung auf dem vierten Platz - hier sind die Spezialisten aus Kempten natürlich kaum zu schlagen. Aber auch Erik Weick in 15:05h und Bernd Kalinowski in 18h erreichten gesund und unverletzt das Ziel, was angesichts dieser Strecke und einiger Stürze im Feld schon bemerkenswert ist, und angesichts der bald folgenden Meisterschaften auch ganz praktisch ist...

Autor: Bernd Kalinowski

LG Nord Ultrateam im Thüringer Wald kaum zu bremsen

Das schönste Ziel der Welt das liegt in Schmiedefeld..... so ein Slogan der Ultralaufbewegten in diesem Land.  Schmiedefeld ist der Zielort für alle Lauf- und Gehveranstaltungen am Rennsteigwochenende. Dieser Lauf ist neben den großen Citymarathons die teilnehmerstärkste Laufveranstaltung Deutschlands.  Der „lange Kanten“ über 73 Kilometer ist seit Jahrzehnten der Marktführer im Ultralaufen hinsichtlich der Teilnehmerzahlen und konnte auch in diesem Jahr wieder über 2000 Zieleinläufe verbuchen. Und zumindest bei der diesjährigen Auflage war das LG Nord Berlin Ultrateam der Marktführer hinsichtlich vorderer Platzierungen. Unter den fünf Top-Ten-Platzierungen ragt mit Sicherheit der Erfolg von Frank Merrbach in 5:18:33h heraus.  Bereits zur Hälfte des Rennens setzte er sich allein an die Spitze und konnte bis in das Ziel seinen Vorsprung auf über acht Minuten ausbauen. Bei den spannenden Positionsplätzen dahinter gelang es mit Enrico Wiessner (5:36:29h) und Niels Bubel (5:39:26h) zwei weiteren Nordlern, sich auf den Plätzen 5 und 6 sehr achtbar zu platzieren.

Im von häufigen Führungswechseln geprägten Frauenrennen konnten unsere Damen in diesem Jahr zwar nicht das Podium erreichen, jedoch lief die Debütantin Annette Müller in 6:55:44h auf Anhieb unter 7 Stunden und auf Gesamtrang 6 ein. Zugleich gewann sie damit ihre AK, was auch der nur wenig mehr als sechs Minuten später einlaufenden Patricia Rolle gelang.  Nach zuletzt reichlich Trainingsausfall ein unter diesen Umständen sehr wertvoller achter Gesamtrang sollte für die verbleibenden Vorbereitungswochen bis zur DM 100km in Berlin Mut geben.

Doch nicht nur in der absoluten Spitze war das Team gut aufgestellt. Mit Erik Weick als zweitem der Studentenwertung und dritter der MHK ist guter Nachwuchs unterwegs. Ralf Giese konnte in der starken M 50 einen zweiten Rang erkämpfen. Gleiches gelang Ullika Schulz in der W 55. Hier war auch unsere WM-Starterin Heike Bergmann als fünfte gut dabei.

Ein weiterer wichtiger Grund nach Schmiedefeld zu laufen ist das Festzelt. Wer mal so richtig feiern möchte ...... oder aber einfach nur mit seinem Team zusammen sein will sollte sich das nicht entgehen lassen. So wie auch die erfolgreichen Rennsteigbezwinger  Martina & Gaston Prüfer, Mark Becker, Sascha Pantel, Thomas Hensel, Martin Woitynek , Bernd Kalinowski, Stefan Bicher und der „Quartiermeister“ Fritz Schulz.

Autor: Jörg Stutzke

Enrico Wiessner eilt von einem Erfolg zum nächsten

Nachdem Enni in der Vorwoche beim Hamburg-Marathon mit 2:41h eine glänzende neue PB hingelegt hat, gewann er am letzten Samstag mal eben die Harzquerung. 51 anspruchsvolle und stark profilierte Kilometer in 3:40h. Wir gratulieren herzlich.

Bei der Harzquerung waren auch Maria Blauth, Erik Weick, Thomas Hensel, Martin Woitynek, Gaston und Martina Prüfer (Platz 2 AK), Bernd Kalinowski und Stefan Bicher am Start. Stefan und Bernd schafften es aber dazu auch am Folgetag pünktlich in Dresden beim 20. Oberelbe-Marathon am Start zu stehen.

Hier waren auch Heike Bergmann und Silke Stutzke bei bestem Laufwetter auf der Marathonstrecke unterwegs.

Den 2. Gesamtplatz beim Oberelbe-Marathon konnte Niels Bubel in starken 2:29h erringen. Und das obwohl er sich an sein Vorhaben hielt und den Lauf als Trainingslauf gestaltete. Es ging nämlich darum, eine schnellere zweite Hälfte zu laufen und das gelang eindrucksvoll. Niels bereitet sich derzeit auf die 100 km DM in Berlin vor.

Katrin Grigalat erfüllte sich ihren Traum von einer neuen PB in Düsseldorf beim dortigen Marathon. Nach 3:10h war sie stolz im Ziel.

Auch hierzu herzliche Glückwünsche.

Nachzutragen vom letzten Wochenende ist noch:

Beim Bleiloch-Ultralauf in Thüringen mit einer Gesamtlänge von 48 km und knackigen Höhenmetern konnte sich Frank Merrbach nach 3:17h als Gesamtsieger feiern lassen, Ullika Schulz zeigte sich ebenfalls in glänzender Form und gewann ihre Altersklasse in starken 4:35h. Diese Leistungen sind insofern besonders anzuerkennen, als sich das Wetter dort in Thüringen mit Dauerregen wirklich nicht von seiner besten Seite gezeigt hatte.

Beim Marathon in Hamburg freute sich auch unser neues Teammitglied Frank Nickel über eine neue PB, er konnte mit 4:24h deutlich unter 4:30h bleiben und war damit sichtlich zufrieden.

Silke Stutzke

Das Ultrateam hat Erfolg auf ganz verschiedenen Veranstaltungen

Nach diesem Wochenende weiß man gar nicht, wo anfangen und wo aufhören mit dem Aufzählen der tollen Leistungen.

Beim legendären Junut sind unsere Helden Martina und Gaston Prüfer, beide sind auf der 230 km Strecke unterwegs und rocken die Sache zusammen, Martina wird dabei 1. Frau. Die 170 km beim Junut absolvieren erfolgreich Martin Woitynek und Michael Vanicek. Ralf Giese musste hier der Gesundheit zuliebe aussteigen.

Katrin Grigalat und Niels Bubel werden Gesamtsieger beim Berliner Airport-Halbmarathon, Katrin sogar in neuer Bestzeit.

Patricia Rolle und Bernd Kalinowski starten in Leipzig beim Marathon. Patricia wird Zweite in ihrer AK und zeigt, dass das Training gut läuft.

Erik Weick startet beim Kyffhäuser Halbmarathon und wird 2. in seiner AK.

Enrico Wiessner schlägt gleich zwei Mal zu, Zweiter beim Kyffhäuser-Bergmarathon und Sieger am Tag darauf beim 25 km Liepnitzseelauf. Hier ebenfalls gut dabei: Ullika Schulz und Achim Dierkopf als AK-Sieger sowie Maria Blauth als Zweite. Silke Stutzke nutzt die 25 für einen versorgten Trainingslauf und kommt genau nach Plan ins Ziel dieser recht schwierigen Crosstrecke.

Im Anschluß werden die Speicher im Garten bei Stutzkes erfolgreich aufgefüllt und der Tag genutzt für ausführliche Trainingsbesprechungen der Athleten mit ihrem Trainer Jörg.

Silke Stutzke

Berlin Brandenburgische Meisterschaften im 100 km-Lauf am 25.03.2017

Die Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften im 100 km Lauf am 25.03.2017 am Störitzsee hatten kein großes Starterfeld. Aber trotzdem hat unser Ultrateam es geschafft, wenigstens im Männerfeld in Mannschaftsstärke aufzulaufen.

Dabei ging Enrico Wiessner als Debütant auf dieser Distanz ins Rennen. Und was legte der Junge für ein Debüt hin. Mit seiner Zeit von 7:23:00h ist er sofort auf dem Radarschirm des DLV Ultramarathonberaters aufgetaucht, denn die Zeit bedeutet zumindest P-Norm. Besonders beeindruckend sind die Rundenzeiten von Enrico, denn er zeigte hier ein sehr schön gleichmäßiges Rennen mit Rundenzeiten um die 22 Minuten. Zur Halbzeit stand eine 3:45h auf der Uhr. Das heißt, dass Enrico die zweite Hälfte schneller lief und nur auf der Schlussrunde dem siegreichen Martin Ahlburg (7:21:11h-Die Laufpartner) nicht mehr folgen konnte. Belohnt wurde er mit einem zweiten Gesamtplatz bei den Meisterschaften und der Goldmedaille in der M30. Das ist die drittbeste jemals in der LG Nord gelaufene Zeit.

Jan Prochaska hatte sich erst spät zum Start entschlossen und damit den Grundstein zur Mannschaftsmedaille gelegt. Bis zuletzt etwas gehandicaped durch Verletzungen stand sein Start auf der Kippe. Im Grunde sollte der Lauf ein Trainingslauf für die anstehende Ultrasaison werden, das ist gelungen. Jan lief zurückhaltend los und legte einen Steigerungslauf hin, der am Ende eine 9:34h ergab. Gesamtplatz 8 und Silber in der M50.

Zu einer Mannschaft gehören 3, der dritte im Bunde war Martin Woitynek. Martin verlor auf den zum Ende hin sehr einsamen 20 Runden nie sein Lächeln und seine gute Laune. Die letzten Runden waren nicht ganz einfach aber für die Mannschaft hat es sich ausgezahlt. Nach 10:21h war auch Martin im Ziel. Silber in der M40.

Damit ist das Ultrateam Berlin-Brandenburgischer Mannschaftsmeister im 100 km-Lauf 2017. Wir sind stolz auf euch, Jungs.

Silke Stutzke

Deutsche Meisterschaft im 6 h Lauf in Münster am 11.03.2017

Als erster Termin in der Reihe der diesjährigen Ultralauf-Meisterschaften stand am 11.03.2017 die Deutsche Meisterschaft im 6h-Lauf in Münster auf dem Programm. Trotz der weiten Anreise standen immerhin zwölf Männer und sechs Frauen des Ultrateams – unterstützt von drei Helfern am eigenen Versorgungspunkt - an der Startlinie. Im Schatten des neuen Weltrekordes bei den Frauen (85,492km!) durch Nele-Alder-Baerens konnte auch das Ultrateam einige Glanzlichter setzen, die sich zum Tagessieg in der Ultramarathon-Bundesliga summierten: Jeweils Platz eins bei den 3er-Mannschaften bei Männern (Brade, Wiessner, Bubel; 233,766km) und Frauen (Grigalat, Blauth, Schulz; 200,205km) sowie alleine vier AK-Titel waren im bisher weltgrößten 6-Stundenlauf auch ein qualitativ hochwertiges Zeichen.

Deutsche Mannschaftsmeisterinnen in der Seniorinnenwertung (50+) wurden Ullika Schulz, Heike Bergmann und Marie Ballay-Schmidt, wobei Marie hier ihren ersten Einsatz für das Ultrateam hatte.

Somit können wir auch optimistisch auf die nächsten Meisterschaften im Ultratrail (17.06. an der Zugspitze) und 100km (24.06., Berlin) blicken.

Dr. Bernd Kalinowski

Trainingslager 2017

Mit etwa 35 Athletinnen und Athleten kann man das diesjährige Trainingslager des Ultrateams als großen Erfolg verbuchen.

Wir hatten uns diesmal ein Seminarhaus im Fläming auserkoren und fanden beste Bedingungen vor. Wie es schon Tradition hat, reisen einige Läufer direkt zu Fuß an, wie es sich für einen Ultraläufer gehört. Silke, Benjamin und Maria trafen sich in Potsdam am Hauptbahnhof und suchten sich den Weg bis in den Fläming. Am Ende hatten sie 44 bzw. 49 km zurück gelegt und damit ein erfolgreiches Training in den Beinen.

Der Samstag stand dann für die meisten anderen im Zeichen des langen Laufes. Es fanden sich verschiedene Tempogruppen, das klappt eigentlich immer hevorragend. Am Nachmittag hatten wir uns Diana von Gotorun aus Potsdam eingeladen. Sie zeigte uns, was wir unserem Körper als Ausgleich zum vielen Laufen Gutes tun können, es ging speziell um Stabiübungen und ein Faszienprogramm.

Wem das nach dem langen Lauf zu viel war, der entspannte sich in der Sauna oder labte sich an den bestellten Suppen.

Am Abend gab es die traditionelle Teamsitzung mit Ausblicken und Rückblicken.

Am Sonntag war dann auch noch mal Zeit für einen Lauf, bei einigen reichte es auch hier sogar nochmal für bis zu 30 km.

Insgesamt hat wohl jeder an dem Wochenende zwischen 70 und 90 km zurückgelegt, Benjamin vermutlich deutlich mehr. Er ließ es sich nicht nehmen, auch den Heimweg nach Berlin per Pedes anzutreten.

Insgesamt ist zu sagen, dass das Trainingslager ein durchweg harmonisches Erlebnis war. Wir haben ja einige neue Teammitglieder dazu gewonnen in letzter Zeit und es war deutlich zu spüren, dass der Teamgeist im Ultrateam ein sehr besonderer ist. Dazu trägt jeder einzelne bei.

Silke Stutzke

Erfolge in Merkers und am Brocken

Wenn Ultraläufer im Winter schon Marathon laufen, dann eigentlich meist zu Trainingszwecken. Trotzdem kann dabei manchmal ein großer Erfolg herausspringen. So beim Kristallmarathon in Merkers. Dieser hat die Besonderheit, dass er im Bergwerk - also untertage - gelaufen wird und mit 750 Höhenmetern aufwarten kann. Auch ist die Luft dort gewöhnungsbedürftig im Salzbergwerk. Zur Pflichtausrüstung gehören ein Fahrradhelm und eine Stirnlampe.

Unsere junge Athletin Maria Blauth ließ sich aber trotzdem nicht davon abhalten, ihre gute Form unter Beweis zu stellen. Sie nahm den Gesamtsieg bei den Damen mit nach Hause! In für diese schwere Strecke sehr guten 3:41h siegte sie und merkte danach an, dass sie trotzdem im Trainingsmodus unterwegs gewesen war.

Enrico Wiessner sicherte sich den Pokal für den Bronzerang bei den Herren und lief 2:54h. Erik Weick hatte den Halbmarathon im Plan, lief diesen in 1:30h, was ebenfalls Bronze bedeutet.

Die Athleten konnten bei der Siegerehrung die schöne neue LG-Nord Teamkleidung vorführen und taten dies auch voller Stolz.

3 unserer Athleten zog es hingegen in den Harz, auch hier mit ordentlichen Höhenmetern. Aber diesmal im Schnee, bei hochwinterlichen Bedingungen. Die Brockenchallenge ist nur etwas für Liebhaber der kalten Jahreszeit. 80 km, gespickt mit 1900 positiven Höhenmetern sind kein Kindergeburtstag. Martina Prüfer kam hier als Gesamtsiebente bei den Frauen unter 10 Stunden zusammen mit ihrem Ehemann ins Ziel. Martin Woitynek musste diesmal einer langen Erkältungsserie Tribut zollen und brauchte etwas länger, erreichte aber den Gipfel erfolgreich.

Herzlichen Glückwunsch!

Silke Stutzke

Trainingslager Klosterfelde - warum in die Ferne schweifen

Ultraläufer sind ja nicht zimperlich und so fahren sie nicht in den sonnigen Süden zum Trainieren sondern trainieren dort, wo es gerade geht. Und in den Winterferien war eben ein kleines Trainingslager im Hause Stutzke in Klosterfelde geplant, zu dem Rebecca sogar aus dem sonnigen Süden (Barcelona) in das von einem neuerlichen Wintereinbruch geplagte Brandenburg reiste.

Zum Auftakt am Montag waren die Teilnehmer noch eher übersichtlich aber für ein Läufchen mit Niels Bubel und dem Trainer Jörg Stutzke reichte es schon.

Am Dienstag ging es dann schon mal zur Sache. Zunächst stand eine Leistungsdiagnostik bei Olympiaarzt Bernd Wolfarth in der Sportmedizin der Charité an, mit dem das Ultrateam eine Kooperation hat.

Am Abend trafen sich dann zahlreiche Athleten im Sportforum Hohenschönhausen zum Hallentraining. Die winterlichen Straßenverhältnisse sorgten dafür, dass auch die ersten 10 km schon drinnen absolviert wurden aber Ultraläufer sind es ja gewohnt, viele Runden zu laufen und waren deshalb nicht wirklich erschrocken darüber. Es folgten Steigerungsläufe, 10x100m Technikläufe, Lauf-ABC und Stabitraining. Das Abendessen war verdient.

Am Mittwoch gab es zwei Trainingseinheiten in verschiedenen Tempogruppen, am Donnerstag ebenso. Der Freitag war der Tag für den langen Lauf, zwischen 25 und 35 km war alles dabei.

Aber auch hier kam das Krafttraining nicht zu kurz. Rebecca zeigte tolle Übungen und gab so mache Anregung für die anderen. Am Abend wurde gemeinsam gekocht und gegessen, auch das gehört zu einem erfolgreichen Trainingslager.

Am Samstagmorgen fiel das Frühstück aus, Nüchternlauf war angesagt. Danach gab es natürlich dann doch etwas zu essen und dazu eine Auswertung der Woche.

Das Fazit war durchweg positiv. Es war eine intensive Woche für alle. Alle hatten weit über 100 Wochenkilometer in den Beinen, Rebecca gar über 140. Achim war jeden Tag von daheim angereist, die anderen blieben vor Ort. Es war eine tolle Gemeinschaft, eine tolle Woche. Das sollte unbedingt wiederholt werden.

Silke Stutzke

Erfolge in Rodgau und Senftenberg

Das Wochenende steht ganz im Zeichen des Ultralaufes. Gleich an zwei Orten hat man Gelegenheit zu langem Laufen im Wettkampf gehabt. Los ging es am Freitag in Senftenberg. Hier wird auf einer 250 m Bahn gelaufen und derWettkampf ist sage und schreibe ein 100 km Lauf, das heißt 400 Runden. Benjamin Brade ist hier Stammkunde und so ließ er sich die 100 km Premiere natürlich nicht entgehen. Und auch den Sieg ließ er sich nicht nehmen. Er lief die 100 km in 7:56:24h. Ein ganz souveräner Sieg also. Platz 2 kam erst nach mehr als 20 Minuten ins Ziel.

Benjamin begnügt sich auch nicht mit einem Ultra, wenn alles gut läuft wird er auch den 50 km Lauf, der dort noch folgt am heutigen Tag unter die Füße nehmen.

Der andere Ort, an dem man schon im Januar Ultra laufen kann ist Rodgau. 50 km auf einer 5 km Runde. Und hier waren gleich 3 Nordler am Start. Und auch hier ging der Sieg nur über das Ultrateam. Neumitglied Frank Merrbach siegt in starken 3:08:29h, Enrico Wiessner wurde Zweiter in 3:11:07. Für beide sind das neue Bestzeiten. Der dritte war M50er Ralf Giese. Auch er war schnell unterwegs und absolvierte die 10 Runden in 3:55:04h.

Silke Stutzke

Felix Brade ist geboren

Am 27.12.2016 erblickte das jüngste Team-Mitglied das Licht der Welt. Felix Brade wurde geboren und ist gesund und munter.